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Übersicht und Vergleich unserer Kirschlorbeersorten

Übersicht

9 Sorten im Vergleich: Kirschlorbeer als Heckenpflanze

Auf dieser Seite stellen wir einen Vergleich unserer Kirschlorbeer-Sorten (Lorbeerkirsche, Prunus Laurocerasus) als Übersicht da.

Die Angaben beruhen auf eigener langjähriger Erfahrung.
Alle Kirschlorbeersorten sind sehr schnittverträglich. Auch aus schnellwüchsigen Kirschlorbeersorten können somit schlanke Hecken gebildet werden.

Frostempfindlichere Sorten gleichen Frostschäden durch Neuaustrieb wieder aus.
 

Name

Besonderheit

Größe (max). cm

Wachstum / Jahr

Winterhärte

Blatt

Angustifolia

Portugiesischer Kirschlorbeer

mediterrane Herkunft, graziles Blatt, sehr dichter Wuchsca. 350

mittelstark

bis zu 30-40 cm

sehr gute Winterhärte trotz mediterranen Ursprungsim Vergleich zu den anderen Kirschlorbeerpflanzen
mit vergleichsweise kleinen und dichten Blättern

Caucasica

Kaukasischer Kirschlorbeer

schnell wachsend, schlankes Blatt

Höhe 500

stark

bis zu 60 cm

frostempfindlich ab etwa -18 Grad C; nicht für gebirgige Lagen oder Lagen mit Dauerfrost geeignet; treibt aber wieder aus

relativ schmale, spitze Blätter

(ca. 5 x 14 cm)

Rotundifolia

Rundblättriger Kirschlorbeer

Wuchs wie Novita, hellere Blattfarbe

Höhe 500cm

Breite 200

stark

bis zu 60 cm

frostempfindlich ab unter -14 Grad C; treibt aber wieder aus

große und recht breite Blätter (ca. 7x15 cm), relativ dickblättrig

Novita

Rundblättriger Kirschlorbeer

Wuchs wie Rotundifolia, dunklere Blattfarbe; wenig Blüten und Beeren

Höhe 500

stark

bis zu 60 cm

 

gute Winterhärte; frostempfindlich ab etwa unter -20 Grad C; treibt aber wieder aus

wie Rotundifolia, dunkleres Blatt

Etna

('Anbri')

bronze farbenes junges Blatt; sehr dichter Wuchs

Höhe 200

Breite 200

mittelstark

bis zu 30 cm

hohe Winterhärte

bronzefarbener bzw. bronzeroter Austrieb, breit und dickblättrig

Herbergii

Aufrechte Lorbeerkirsche

relativ schlanker und dichter Wuchs

Höhe 350

 

mittelstark

bis zu 40 cm

sehr frosthart

kleinere Blätter als andere Sorten, dickblättrig

 

Diana

Trichterfömige Lorbeerkirsche

Wuchs wie bei Rotundifolia, sehr dichter Wuchs

Höhe 200

Breite 200

mittelstark

bis zu 40 cm

sehr frosthart

relativ schlankes Blatt;

bronzeroter Austrieb (weniger intensiv als 'Etna')

Otto Luyken

Breitwüchsige Lorbeerkirsche

Niedrig-dicht wachsend

Einsatz in Gruppen als Bodendecker oder für niedrige Hecken

Höhe 120

Breite 250

schwach

bis zu 30 cm

 

sehr frosthart

relativ kleine, schlanke Blätter

Genolia

Säulen-Kirschlorbeer

sehr aufrecht wachsend,
schlanke Wuchsform, feintriebig,
für schmale Hecken ohne großen Schnittaufwand; wenig Blüten und Beeren

Höhe 350
Breite 100
mittelstark

30-40 cm

sehr gute Winterhärte

mittelgroße Blätter, dunkel grün,
lederartig und schmal

Obelisk

Säulen-Kirschlorbeer

sehr aufrecht wachsend,
schlanke Wuchsform, feintriebig,
für schmale Hecken ohne großen Schnittaufwand;
wenig Blüten und Beeren

Höhe 350
Breite  100
mittelstark

30-40 cm

sehr gute Winterhärte

etwas kleinere Blätter als Genolia, dunkel grün,
lederartig und rundlich
 

Blüten und Beeren

Alle Kirschlorbeersorten blühen im Frühjahr und tragen im Herbst Beeren. Blüten und Beeren sind Nahrungsquelle für Insekten bzw. Vögel und bieten durch das immergrüne Laub ganzjährig Schutz.
Auf den Blattunterseiten befinden sich als kleine kleine Punkte die Nektarien auf den Blattunterseiten, die durch ihre Ausscheidungen Insekten anlocken.

Empfehlung zur Verringerung von Blüten und Beeren

Die Sorten Novita, Genolia und Obelisk blühen grundsätzlich am wenigsten.

Wenn Sie keine Blüten und Beeren wünschen empfehlen wir einen kräftigen Heckenschnitt im Frühjahr bis spätestens Mitte April. Dadurch werden die meisten Blütenansätze entfernt. Außerdem bleibt die Hecke schön schlank.

Empfehlung für sehr dichte Kirschlorbeerhecken

Sollen Hecken besonders dicht und blickdicht werden, empfehlen wir die besonders kompakt und schön wachsenden Sorten Angustifolia und Etna.

Empfehlung für schnell wachsende Kirschlorbeerhecken

Mit den Sorten Novita und Caucasica erreicht ihre Kirschlorbeerhecke den größten Zuwachs.

Der Zusammenhang von Düngung und Frostempfindlichkeit

Wenn die junge Kirschlorbeerhecke noch wachsen soll, ist eine leichte Düngung Anfang Mai und Anfang Juli mit Blaukorn Volldünger ratsam.
Als Richtwert empfehlen wir eine Handvoll Dünger für zwei bis drei Pflanzen.

Der Dünger sollte einregnen bzw. eingeregnet werden, um an die Wurzeln zu gelangen.

Nicht zu viel düngen - nicht mehr ab Anfang/Mitte Juli düngen
Achtung: Wenn mehr gedüngt oder später als Mitte Juli gedüngt wird, werden die Blätter zu weiterem Wachstum angeregt und 
reifen unter Umständen bis zum Winter nicht mehr aus.
Unausgereifte Blätter aber sind frostempfindlicher als ausgereifte Blätter. Das gilt für alle Kirschlorbeersorten.

Wenn die Kirschlorbeerhecke ausgewachsen ist, braucht nur ausnahmsweise gedüngt werden.
Ein Düngung ist dann sinnvoll, wenn Blätter durch Gelbfärbung auf Nährstoffmangel hinweisen. Das tritt aber eher selten auf.

Wie kann ich Kirschlorbeerpflanzen im Winter vor Austrocknung und Erfrierungen schützen?

Um die Pflanzen vor Erfrierungen zu schützen, sollte der Boden mit Rindenmulch abgedeckt werden.

Kirschlorbeer verdunstet als immergrüne Pflanze auch im Winter Feuchtigkeit: 
Deswegen ist es bei trockenem Boden und Plus-Graden also sinnvoll, die Lorbeerkirschen zu wässern.
  

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